Im Rheinring enstehen Miniaturwelten

Hackauf_1 Vor 25 Jahren stieß Roman Hackauf in der Bücherei auf ein Zinnfiguren-Handbuch. Als Kind schon hatte der Maschinenbau-Meister gern gemalt, dazu kam das berufliche Interesse an der Herstellung von Zinnfiguren. Seit zwanzig Jahren besucht Hackauf regelmäßig die Zinnfiguren-Börse in Kulmbach und holt sich dort Anregungen. Die Welt der Zinnfiguren ist unglaublich vielfältig, betont Hackauf. Es gibt bei weitem nicht nur militärische Motive, die im 19. Jahrhundert als Spielzeug sehr beliebt waren. Von Fantasy- und Mangamotiven über Weihnachtsfiguren bis hin zu erotischen Darstellung ist alles möglich.

Hackauf_2Roman Hackaufs erster Versuch, sich an das Bemalen von Zinnfiguren zu machen, war eine Herausforderung. Ein komplexes Diorama mit dem Titel: „Der Tuchhändler“. Das sind klassische flache Zinnfiguren mit einer durchschnittlichen Höhe von drei Zentimetern. Die Mauer im Hintergrund hat er in mühevoller Kleinarbeit aus einzeln gefertigten Steinen gebaut. Ohne Lupe und ruhiger Hand geht es nicht. Besonders schwierig sei es, Plastizität ins Flache zu bekommen, erklärt der passionierte Zinnfiguren-Liebhaber. Und Gesichter können meist nur angedeutet werden. Auch an das Gießen von Figuren hatte sich Hackauf herangewagt, einfach, um einmal die Technik auszuprobieren. Das reichhaltige Angebot vorgefertigter Figuren ermöglicht es ihm jedoch, sich rein auf das Bemalen der Figuren zu konzentrieren. Bis zu drei Stunden benötigt er für eine kleine Figur.

DioramaAls Beisitzer des Bürgervereins interessiert sich Roman Hackauf natürlich auch für das Haus der Talente. Da er leider feststellen musste, dass sich nur wenige junge Menschen für Zinnfiguren interessieren, sieht er in dem Haus der Talente eine gute Möglichkeit, Jugendliche für dieses kreative Hobby zu begeistern. Mittlerweile gibt es sogar auf youtube Anleitungen zum Bemalen von Zinnfiguren oder dem Bau von Dioramen. Gefreut hat sich der kreative Weststädter über die Eröffnung der Nachbarschaftswerkstatt als Vorläufer zum Haus der Talente. Die Räumlichkeiten seien aber viel zu klein, da muss sich eine bessere Lösung finden lassen, glaubt Hackauf.

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