Bürgergespräch zum Haus der Talente

im Rahmen des STADTUMBAU WEST – ILMWEG/SAALESTRASSE*

Mehr als 50 Weststädterinnen und Weststädter folgten der Einladung des Vereins Stadtteilentwicklung und der Initiative Haus der Talente zu einem Bürgergespräch am 17.09.2014 in die Cafeteria der Seniorenresidenz St. Thomaehof, darunter Anwohner/innen des Ilmweges und viele Mitglieder des Bürgervereins. An erster Stelle hier einen herzlichen Dank an das Technikerteam, die Hausleitung und die nette Dame aus der Cafeteria für die hervorragende Vorbereitung dieser Veranstaltung und die abermalige Bereitstellung der Räumlichkeiten. Ein ebensolcher Dank gebührt den Leiterinnen und Leitern befreundeter Häuser aus unserem Nachbarbezirk Westliches Ringgebiet. Als gelungene Beispiele bürgernaher und nachbarschaftlich betriebener Einrichtungen stellten blitzlichtartig Frau Löbert die Nähwerkstatt Flickwerk, Frau Döhrmann das Braunschweiger Mütterzentrum / Mehrgenerationenhaus und Herr Hinterberg die Senioreninititive Antirost e.V. vor. Diese Beiträge verdeutlichten einmal mehr, dass das angestrebte Ziel, mit dem Haus der Talente für die Weststadt eine offenes, bürgerschaftlich organisiertes Kreativ- und Kommunikationszentrum zu schaffen, weder neu noch utopisch ist. Den Rahmen der Veranstaltung zeichnete Herr Werthschulte, Projektleiter für den Stadtumbau seitens der Stadt Braunschweig, mit der Einführung zu einem denkbaren Neubau eines solchen Hauses im Stadtumbaugebiet vor und übergab anschließend das Wort an die Vertreter der Initiative Haus der Talente, Maic Ullmann und Michael Lehmann. Diese repräsentierten darüber hinaus den Bürgerverein Weststadt als auch den Verein Stadtteilentwicklung Weststadt e.V., der im Rahmen des Stadtumbaus mit der Bürgerbeteiligung beauftragt ist.

Im Anschlusss an die Darstellung der konzeptionellen Grundgedanken hinter der Initiative Haus der Talente durch Herrn Lehmann, stellte Herr Ullmann die derzeitigen Aktivitäten, u.a. die Nachbarschafts-Werkstatt im Treffpunkt Pregelstraße als auch die vollzählig anwesenden Mitglieder der Steuergruppe der Initiative, die Herren Reichel, Köppen, Bosse, Quast und Burgdorf vor. In der anschließenden, sehr lebhaften Diskussion wurde sehr schnell offensichtlich, dass das derzeit größte Hemmnis an einer Weiterentwicklung des Hauses der Talente die fehlenden eigenen Räumlichkeiten darstellen. Umfassend stellte Ullmann die zahlreichen erfolglosen Bemühungen der Initiative dar, ungenutzte Immobilien der Weststadt nutzen zu können. Trotz allem – auch Alternativen, die derzeit im Gespräch sind – so eine mobile und temporäre Container- bzw. Bauwagenlösung als auch die Industriehalle der ehemaligen Zuckerfabrik an der Timmerlaher Straße wurden neben einem Neubau an der Saalestraße genannt.

Folgerichtig kamen im Anschluss Fragen zur Organisationsstruktur, der Trägerschaft und der Finanzierung des Projektes aus dem Publikum. Hier verdeutlichten Lehmann und Ullmann einmal mehr, dass diese Fragen im Laufe der Weiterentwicklung des Hauses geklärt werden müssen, und zwar gemeinsam mit Weststädter Bürgerinnen und Bürgern, die sich dafür einsetzen und die bereit sind, sich aktiv an der Weiterentwicklung zu beteiligen. Interessanterweise wurden im Laufe der Diskussion viele strukturelle, städtebauliche Mängel der Weststadt angesprochen, die einer der Größe des Stadtteils entsprechenden Gemeinwesenentwicklung entgegen stehen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die bestehenden Vereine, Institutionen, Wohnbaugesellschaften und Gemeinden noch enger und abgestimmter zum Wohle der Weststädter kooperieren sollten. Abschließend bleibt die schöne und aufschlussreiche Ausstellung Weststädter Talente zu erwähnen, die Herr Ullmann in der Cafeteria präsentierte und die noch bis Ende September zu sehen ist.

Text: Michael Lehmann und Maic Ullmann
Fotos: Stefan Attmann

* Ein Projekt der Stadt Braunschweig, in Zusammenarbeit mit den Bürgern vor Ort, dem Verein Stadtteilentwicklung Weststadt e.V., der Baugenossenschaft >Wiederaufbau< eG und der Nibelungen Wohnbau GmbH – gefördert mit Städtebaufördermittel des Bundes und des Landes Niedersachsen.

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